SET Hub Open 2025

SET Hub Open 2025 – Eingeladen, die Energiewende aktiv mitzugestalten

Wir waren eingeladen, an der SET Hub Open 2025 teilzunehmen und gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunft der Energiewende zu diskutieren. Die Veranstaltung bot eine einmalige Gelegenheit, mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und innovativen Start-ups zusammenzukommen, um gemeinsam konkrete Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende zu diskutieren.

Eröffnung: Weichenstellung durch Politik und Wirtschaft

Dr. Anna Christmann, MdB, Beauftragte des BMWK für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, eröffnete die Veranstaltung mit einer eindrucksvollen Rede. Sie betonte die zentrale Rolle von Start-ups und digitalen Innovationen für den Erfolg der Energiewende:
„Wir haben inzwischen über eine Million Smart Meter installiert – ein wichtiger Schritt, um Verbrauchern und Unternehmen die aktive Teilnahme an der Energiewende zu ermöglichen.“ Sie hob die Bedeutung dynamischer Stromtarife hervor, die es erlauben, Stromkosten zu optimieren und gleichzeitig das Stromnetz zu entlasten.

Dr. Christmann unterstrich zudem, wie wichtig es ist, Start-ups in der Frühphase zu unterstützen:
„Innovative Geschäftsmodelle sind der Motor für die Energiewende. Deshalb müssen wir weiterhin mutige Investitionen fördern und private sowie öffentliche Mittel gezielt mobilisieren.“

Corinna Enders, Geschäftsführerin der Deutschen Energie-Agentur (dena), ergänzte die Perspektive der Wirtschaft mit einer starken Botschaft: „Die Energiewende ist nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Aufgabe. Unsere Rolle als dena ist es, den Brückenschlag zwischen Politik, Start-ups und etablierten Unternehmen zu schaffen.“ Ihre engagierte Moderation und klare Positionierung machten deutlich, dass die dena als Impulsgeber für Innovation und Vernetzung unverzichtbar ist.

Politische Impulse: Die Rolle der Politik bei der Energiewende

Drei weitere politische Vertreter trugen ihre Sichtweisen bei:

  • Lasse Hansen (CDU): Er plädierte für den Abbau bürokratischer Hürden und mehr Technologieoffenheit, um Innovationen schneller umzusetzen.
  • Julian Joswig (Bündnis 90/Die Grünen): Er betonte die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen und staatlicher Garantien für Investitionen in grüne Technologien.
  • Helmut Kleebank (SPD): Er forderte eine sozialverträgliche Gestaltung der Transformation und wies darauf hin, dass Kosten und Nutzen fair verteilt werden müssen.

Trotz unterschiedlicher Ansätze herrschte Einigkeit darüber, dass Start-ups und Innovationen der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende sind.

Innovative Lösungen aus der Start-up-Welt

Die vorgestellten Start-ups zeigten eindrucksvoll, wie kreative Ideen die Energiewende vorantreiben können:

  • GasEcoMonitor: Eine Lösung zur Echtzeitüberwachung von Erdgasleitungen für höhere Sicherheit und Effizienz.
  • ELU Mobility: Ein intelligentes Lade- und Managementsystem zur Elektrifizierung von LKW-Flotten.
  • neXtract energy: KI-gestützte Lastfahrplanoptimierung zur Nutzung von Energieüberschüssen.
  • revoluSUN: Eine Plattform zur Digitalisierung und Vernetzung von Energiegemeinschaften.
  • Twinetic: Digitale Zwillinge für optimiertes Energiedatenmanagement in Unternehmen.

Wissenschaftliche Perspektiven: Daten und Digitalisierung als Schlüssel

Wissenschaftliche Beiträge ergänzten die praktischen Ansätze der Start-ups:

  • Smart-Meter-Rollout: Regulierungs- und Infrastrukturprobleme sind weiterhin große Herausforderungen, doch die Akzeptanz der Verbraucher bietet eine solide Grundlage für Fortschritte.
  • KI-gestütztes Energiemanagement: Erste Pilotprojekte zeigten, wie KI Verbrauchsoptimierungen und Netzstabilität verbessern kann.
  • Sektorkopplung: Die Integration von erneuerbaren Energien in Wärme, Mobilität und Industrie wurde als zentraler Hebel der Energiewende hervorgehoben.

Shared Energy: Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft

Die SET Hub Open 2025 hat deutlich gemacht, dass die Energiewende eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Die Beiträge und Diskussionen zeigten:

  1. Innovation braucht Förderung: Dynamische Stromtarife, KI-Modelle und digitale Plattformen bieten enorme Chancen, müssen jedoch politisch und wirtschaftlich unterstützt werden.
  2. Vernetzung ist entscheidend: Nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups können die Herausforderungen bewältigt werden.
  3. Transparenz und Akzeptanz: Der Erfolg der Energiewende hängt maßgeblich davon ab, wie Verbraucher eingebunden und informiert werden.

Wir bei Shared Energy sind motivierter denn je, unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten. Unser Fokus auf Innovation und Kooperation wird durch die Impulse dieser Veranstaltung gestärkt. Wir danken den Veranstaltern, insbesondere der dena, für die Einladung und die Möglichkeit, Teil dieser zukunftsweisenden Plattform zu sein.

Gleichstromnetze: Die Zukunft der Energieversorgung

Gleichstromnetze: Die Zukunft der Energieversorgung

Gleichstromnetze sind eine Schlüsseltechnologie, die durch ihre Effizienz und Anpassungsfähigkeit besonders gut zu den Anforderungen moderner Energiesysteme passen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wechselstromnetzen (AC), bei denen der Strom seine Richtung ständig wechselt, fließt der Strom in Gleichstromnetzen (DC) konstant in eine Richtung. Diese Eigenschaft reduziert Energieverluste und macht die Technologie ideal für erneuerbare Energien wie Solar- oder Windkraft sowie für Batteriespeicher.

Warum Gleichstrom?

Die physikalischen Vorteile von Gleichstrom sind klar: Der konstante Stromfluss minimiert Übertragungsverluste, besonders bei langen Strecken. Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen (HGÜ) sind ein Paradebeispiel dafür, wie diese Technik genutzt wird, um Energie über Hunderte Kilometer nahezu verlustfrei zu transportieren. Zusätzlich können Gleichstromsysteme effizienter mit erneuerbaren Energiequellen zusammenarbeiten, da diese von Natur aus Gleichstrom erzeugen.

Die Vorteile im Detail

  1. Effizienter Transport: HGÜ-Systeme sparen im Vergleich zu Wechselstromsystemen bis zu 50 % der Übertragungsverluste, besonders bei großen Entfernungen.
  2. Integration erneuerbarer Energien: Solarmodule und Batterien arbeiten direkt mit Gleichstrom. Dies eliminiert Umwandlungsverluste, die bei der Anpassung an Wechselstromnetze entstehen.
  3. Einsatz in Mikronetzen: In dezentralen Energiesystemen, wie z. B. in Energiegemeinschaften, ermöglicht Gleichstrom eine direkte und verlustarme Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern.
  4. Netzentlastung: Gleichstromnetze können bestehende Wechselstromnetze ergänzen und dabei die Aufnahmefähigkeit für erneuerbare Energien erhöhen.
  5. Kostensenkung: Die geringeren Umwandlungs- und Verteilungsverluste führen langfristig zu niedrigeren Betriebskosten.

Herausforderungen und Lösungen

Die größte Herausforderung ist die bestehende Infrastruktur, die seit über einem Jahrhundert auf Wechselstrom ausgelegt ist. Die Umstellung auf Gleichstrom erfordert Investitionen in neue Technologien, Netzkomponenten und Regelwerke. Hybride Netze, die sowohl Wechsel- als auch Gleichstrom nutzen, sind ein sinnvoller Übergang, um die Vorteile beider Systeme zu kombinieren. Shared Energy arbeitet bereits an innovativen Pilotprojekten, um diese Übergangslösungen praktisch umzusetzen.

Einsatzmöglichkeiten mit Shared Energy

Shared Energy setzt auf Gleichstrom, um neue Maßstäbe in der Energieversorgung zu setzen:

  • Pilotprojekte: Aufbau von Gleichstrom-Mikronetzen für lokale Energiegemeinschaften.
  • Technologieentwicklung: Optimierung der Schnittstellen zwischen Gleichstromquellen, Speichern und Verbrauchern.
  • Nachhaltige Konzepte: Reduktion von Verlusten und Betriebskosten bei unseren Partnern durch gezielte Integration von Gleichstromsystemen.

Shared Energy Ausblick

Gleichstromnetze sind nicht nur eine technische Innovation, sondern eine Notwendigkeit, um die Energiewende effizient und nachhaltig voranzutreiben. Shared Energy sieht in dieser Technologie eine zentrale Rolle für die Zukunft der Energieversorgung – und arbeitet aktiv daran, sie für unsere Kunden und Partner nutzbar zu machen.

Unternehmen, die bereits auf Gleichstrom setzen

Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile von Gleichstromnetzen und setzen auf diese Technologie, um ihre Energieversorgung effizienter, nachhaltiger und zukunftssicher zu gestalten. Hier sind einige Beispiele:

Bosch: Gleichstromnetze in der Produktion

Bosch gehört zu den Vorreitern beim Einsatz von Gleichstrom in industriellen Anwendungen. Das Unternehmen hat Gleichstrom-Mikronetze in seinen Produktionsstätten implementiert, um Energieverluste zu minimieren und die Nutzung von Batteriespeichern und Solarenergie zu optimieren. Die Umstellung auf Gleichstrom sorgt hier nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für deutliche Kosteneinsparungen.

ABB: Gleichstromlösungen für abgelegene Regionen

ABB entwickelt und liefert innovative Gleichstrom-Mikronetze, die speziell für industrielle Anwendungen und abgelegene Regionen konzipiert sind. Diese Systeme ermöglichen eine zuverlässige Energieversorgung dort, wo konventionelle Netze schwer zu realisieren sind, und tragen dazu bei, erneuerbare Energien direkt zu integrieren.

IKEA: Gleichstrom in Lagerhallen und Filialen

IKEA testet Gleichstromnetze in seinen Lagerhäusern und Filialen, um den Solarstrom direkt zu nutzen und Umwandlungsverluste zu vermeiden. Die Kombination von Solaranlagen, Batteriespeichern und Gleichstromtechnologie hilft dem Unternehmen, seinen CO₂-Fußabdruck weiter zu reduzieren und Energiekosten zu senken.

Google: Rechenzentren mit Gleichstrom

Google setzt in einigen seiner Rechenzentren auf Gleichstromsysteme. Diese Systeme reduzieren den Energieverbrauch und steigern die Effizienz, was besonders in datenintensiven Anwendungen entscheidend ist. Darüber hinaus erleichtert der Einsatz von Gleichstrom die Integration von erneuerbaren Energiequellen.

Yanmar: Gleichstrom für Mikronetze

Das japanische Unternehmen Yanmar hat Gleichstrom-Mikronetze für ländliche Regionen entwickelt, die erneuerbare Energiequellen wie Solar- und Windkraft direkt nutzen. Diese Mikronetze bieten eine effiziente und zuverlässige Stromversorgung, insbesondere in Gebieten ohne Zugang zu stabilen Wechselstromnetzen.