Die Energiewende in Deutschland: Zahlen, Potenziale
Die Energiewende in Deutschland: Zahlen, Potenziale
Deutschland steht mit der Energiewende an einem entscheidenden Punkt, der eine umfassende Umstellung auf erneuerbare Energien und eine vollständige Elektrifizierung aller Sektoren wie Strom, Wärme und Mobilität erfordert. Technisch ist die Energiewende nicht nur machbar, sondern wirtschaftlich sinnvoll. Shared Energy engagiert sich hier, um eine CO₂-neutrale Energieversorgung zu verwirklichen und lokal verankerte, gemeinschaftliche Energieprojekte auszubauen.
Status Quo: Fortschritte und Ausbaupotenziale bei den Erneuerbaren
Bis Mitte 2024 hat Deutschland bereits eine beachtliche Kapazität an Erneuerbaren aufgebaut: Die installierte Leistung in der Photovoltaik (PV) beträgt 88 Gigawatt (GW), und die Onshore-Windkraft hat knapp 62 GW erreicht. Zusammen mit Offshore-Windkraft und Biomasse erreichen Erneuerbare rund 57 % der deutschen Stromversorgung
.Für eine vollständige Dekarbonisierung aller Sektoren wird jedoch ein umfassender Ausbau nötig sein. Berechnungen zufolge wären 600 GW an PV und 300 GW an Windenergie erforderlich, um den gesamten Primärenergiebedarf zuverlässig mit erneuerbaren Energien zu decken. Shared Energy trägt durch gemeinschaftliche Projekte in Städten und Gemeinden dazu bei, die bestehenden Kapazitäten zielgerichtet auszubauen und die Versorgungssicherheit lokal zu stärken.
Gemeinschaftsspeicher und dezentrale Backup-Lösungen als Erfolgsfaktor
Ein zentraler Aspekt der Energiewende liegt in der Bereitstellung von Speichern, um Schwankungen in der Erzeugung auszugleichen und die Netzstabilität zu sichern. In 2024 wurde in Deutschland bereits eine Batteriespeicherleistung von 1,8 GW bei einer Gesamtkapazität von 2,5 GWh installiert
Shared Energy setzt hier auf dezentrale Speicherlösungen in gemeinschaftlichen Energieprojekten, die den Haushalten helfen, direkt Einsparungen zu erzielen. Insbesondere in Wohn- und Gewerbeanlagen bieten wir maßgeschneiderte Lösungen, die Schwankungen in der lokalen Energieerzeugung ausgleichen und damit die Energieversorgung stabilisieren. Diese Speicheroptionen ermöglichen den Haushalten und Unternehmen nicht nur mehr Unabhängigkeit, sondern reduzieren auch die Belastungen für die zentralen Netze.
Synergien durch Sektorenkopplung für Wärme und Mobilität
Eine erfolgreiche Energiewende bedarf einer umfassenden Sektorenkopplung. Die Erhöhung des Anteils an Elektromobilität und Wärmepumpen trägt entscheidend dazu bei, den Energiebedarf und die CO₂-Emissionen in diesen Bereichen zu senken. So könnte durch die Umstellung auf Elektromobilität der Energiebedarf im Verkehrssektor um bis zu 75 % reduziert werden, da Elektrofahrzeuge einen Wirkungsgrad von rund 90 % aufweisen. Auch im Wärmesektor können Wärmepumpen den Energiebedarf signifikant senken, indem sie das Drei- bis Vierfache der eingesetzten Strommenge als Wärme liefern
Shared Energy integriert Elektromobilität und Wärmepumpen in gemeinschaftlichen Projekten, was für die Nutzer Effizienzvorteile und Kosteneinsparungen bringt. Durch ein Netz an Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge und den Einsatz von Wärmepumpen in Gemeinschaftsprojekten bieten wir Lösungen, die die CO₂-Bilanz und die Versorgungssicherheit verbessern.
Wirtschaftliche Vorteile und langfristige Einsparpotenziale
Die Kosten für die Energiewende in Deutschland werden auf rund 800 Milliarden Euro geschätzt, was angesichts der jährlichen Importe fossiler Brennstoffe (rund 50-70 Milliarden Euro) und ihrer Preisvolatilität eine langfristig wirtschaftliche Investition darstellt. Durch die gemeinschaftliche Nutzung von Energiesystemen, die wir bei Shared Energy entwickeln, ermöglichen wir den lokalen Partnern eine Amortisation innerhalb von etwa zwölf Jahren. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung, da die gemeinschaftliche Finanzierung und Nutzung von Speicher- und PV-Anlagen die Unabhängigkeit von schwankenden Energiekosten fördert.
Shared Energie Prognose
Mit unseren Projekten und Lösungen trägt Shared Energy maßgeblich dazu bei, dass Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreicht. Wir setzen auf nachhaltige, gemeinschaftliche Energiesysteme, die eine lokale und zugleich wirtschaftlich sinnvolle Alternative zur zentralisierten Energieversorgung darstellen. Die Energiewende ist machbar und wirtschaftlich attraktiv, wenn wir gemeinsam die technologischen Möglichkeiten nutzen und die notwendigen Investitionen tätigen. Shared Energy bietet Ihnen innovative Lösungen, um sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen – für eine nachhaltige, sichere und kostenstabile Energiezukunft.
Hier sind die wichtigsten Fragen von Skeptikern zur Energiewende und unsere fundierten Antworten darauf:
1. Ist die Energiewende technisch überhaupt machbar?
Ja, die Energiewende ist technisch machbar. In Deutschland haben wir bereits über 57 % der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen gedeckt.
Die Technologien für Wind-, Solar- und Speicherlösungen existieren und verbessern sich kontinuierlich. Mit einem zielgerichteten Ausbau der Kapazitäten und Speicherlösungen sind 100 % Erneuerbare erreichbar.
2. Brauchen wir nicht viel mehr Flächen für Photovoltaik und Windkraft?
Der Platzbedarf ist kleiner als oft angenommen. Viele Freiflächen-PV-Anlagen können parallel als Agrarflächen genutzt werden, und überdachte Dächer sowie Fassaden bieten zusätzliche Möglichkeiten. Würden alle verfügbaren Dachflächen genutzt, könnte das etwa 200 TWh pro Jahr erzeugen – ein Drittel des heutigen Strombedarfs
3. Ist das nicht alles viel zu teuer?
Die Investitionen in Erneuerbare erfordern hohe Summen (ca. 800 Milliarden Euro), aber langfristig senken wir damit die jährlichen Importkosten fossiler Energien, die bis zu 70 Milliarden Euro betragen. Nach ca. 12 Jahren können diese Investitionen amortisiert sein.
Zudem sinken die Kosten für Solarmodule und Speichertechnologien rapide.
4. Was tun, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht?
Kurzfristige und saisonale Speicherlösungen sind der Schlüssel, um solche Schwankungen auszugleichen. Dazu gehören Akkus für Tagespeaks und Technologien wie Power-to-Gas, die überschüssige Energie für längere Zeit speichern können. Große Fortschritte bei Speicherlösungen zeigen, dass diese Herausforderung beherrschbar ist.
5. Sind Elektrofahrzeuge wirklich nachhaltiger?
Ja, Elektrofahrzeuge sind energieeffizienter und verursachen in Kombination mit erneuerbarem Strom deutlich geringere Emissionen als Verbrenner. Während ein Verbrenner nur etwa 15-30 % der Energie in Bewegung umsetzt, erreichen E-Autos Wirkungsgrade von 85-90 %.
6. Gibt es genug Rohstoffe für den Bau von Solar- und Windanlagen?
Die wichtigsten Materialien – Glas, Aluminium und Silizium – sind reichlich vorhanden und weitgehend recycelbar. Die Kreislaufwirtschaft für Materialien von PV- und Windanlagen wird derzeit intensiv ausgebaut. Auch bei Batterien sind zahlreiche Recyclingmethoden im Einsatz.
7. Ist die Energiewende auch ohne politische Unterstützung möglich?
Politische Unterstützung ist zwar entscheidend für Geschwindigkeit und Effizienz, aber auch ohne drastische Reformen geht der Wandel voran, da Unternehmen und Kommunen zunehmend eigene Lösungen entwickeln und umsetzen. Förderprogramme und klare Genehmigungsverfahren würden die Umstellung jedoch deutlich beschleunigen.
8. Warum nicht weiter auf fossile Energie setzen, bis alle Probleme gelöst sind?
Fossile Energien verursachen erhebliche CO₂-Emissionen und treiben den Klimawandel weiter an. Durch die Abhängigkeit von internationalen Energiemärkten bleiben fossile Energien zudem eine wirtschaftliche Risikoquelle. Die Energiewende bietet die Chance, emissionsfrei und wirtschaftlich stabil Energie zu erzeugen und langfristig Kosten zu senken.
Nachweise:
Fraunhofer ISE
ElectricBee
Fuel Economy
EVMechanica
Fraunhofer ISE
Umweltbundesamt